Deutsche und Juden vor 1939

Stationen und Zeugnisse einer schwierigen Beziehung

von Reuven Moskovitz, Wolfgang Effenberger

Taschenbuch

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Artikelnummer: 9783943007145 Kategorie: Verlag/Marke:
Beschreibung

Deutsche und Juden vor 1939

Stationen und Zeugnisse einer schwierigen Beziehung

von Wolfgang Effenberger

Die meisten Publikationen, die sich dem Schicksal der Juden in Deutschland annehmen, haben primär den Zeitraum zwischen 1939 und 1945 im Blick. Dieses Buch ist anders: Es setzt weit früher an und widmet sich vornehmlich der Frage nach der Entstehung des deutsch-jüdischen Dilemmas.

Die beiden Autoren, ein Deutscher und ein Jude, begaben sich dazu auf Spurensuche und legten frühe gemeinsame Wurzeln frei. Sie entdeckten über die Jahrhunderte viel Verbindendes, aber ebenso manches, das trennte. Alles in allem – das wird hier besonders deutlich – war es ein Weg der Symbiose, der wechselseitigen fruchtbaren Ergänzung, dokumentiert durch zahlreiche Errungenschaften und Auszeichnungen in Wissenschaft, Kunst und Politik. Um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert waren Juden in Deutschland weitestgehend assimiliert; sie fühlten sich voll und ganz als Deutsche, wie vielerlei Quellen und Zeugnisse belegen. Einzigartig wird die Zusammenstellung durch zeitgeschichtliche Kommentare jüdischer Zeitungen und Zeitschriften, herausgegeben von 1850 bis zu ihrem Verbot 1938, welche im Anhang einzeln porträtiert werden.

Zugleich ist das vorliegende Werk eine Gesellschaftsstudie, die anhand historischer Entwicklungen aufzeigt, wie sich totalitäre Ideologien schleichend entfalten, warum Hass, Hetze und Radikalismus gleich welcher Couleur stets ins Verderben führen.

Die gebundene Ausgabe des vorliegenden Werkes ist u. a. im Bestand der israelischen Nationalbibliothek Yad Vashem, der Oxford University, der Pariser Sorbonne, der Library of Congress und des Holocaust Memorial Museum in Washington sowie diverser US-Hochschulen, darunter Berkeley, Harvard, Princeton und Stanford.

Deutsche und Juden vor 1939: Der gemeinsame Gang durch die Jahrhunderte war keineswegs nur von Vorurteilen, von Ausgrenzung und Vernichtung gekennzeichnet, sondern auch – und das wird häufig vergessen – von gegenseitiger Bewunderung und Befruchtung großer Dichter und Denker, Nobelpreisträger und Staatsmänner. Das Buch dokumentiert diese tief greifende Symbiose samt Augenmerk auf „geschichtlichen Randnotizen“, welche nicht selten entscheidende Hinweise für das Gesamtverständnis liefern.

Deutsche und Juden in diesem Buch (Auswahl): Martin Luther • Heinrich Heine • Karl Marx • Wilhelm Emmanuel von Ketteler • Ferdinand Lassalle • Friedrich Nietzsche • Theodor Herzl • Otto von Bismarck • Kaiser Wilhelm II. • Kurt Eisner • Walther Rathenau • Victor Klemperer • Wilhelm Reich • Lion Feuchtwanger • Helene Mayer • Arthur Koestler • Bischof von Galen • Hannah Arendt und viele mehr

Über den Autor

Der aus Rumänien stammende und in Jerusalem sesshafte Historiker Reuven Moskovitz (geb. 1928) ist Holocaustüberlebender. Seine Versöhnungsarbeit zwischen Juden und Palästinensern wurde mit mehreren Friedenspreisen gewürdigt. Wolfgang Effenberger (geb. 1946) ist freier Publizist mit Schwerpunkt Geopolitik. Er lebt am Starnberger See. Mit ihrem ersten Gemeinschaftswerk möchten die beiden Autoren dazu beitragen, dass die Geschichte Europas nie wieder in repressive Gewässer mündet.

Zusätzliche Informationen
Größe 21 × 15 cm
ISBN

978-3-943-00714-5

Verlag

Erscheinungsdatum

12.12.2016

Auflage

Taschenbuchausgabe

Anzahl Seiten

640 Seiten

Abbildungen

106

Autor

,

Sprache

Deutsch

Lieferbarkeit

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Datenbasis

Onix30VollExp_303

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