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Selbst
von Thomas Meinecke
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Beschreibung
Selbst
von Thomas Meinecke
Eine WG in Frankfurt am Main: Eva (Mode-Redakteurin, Kunsthistorikerin, »Prinzessin«), Genoveva (autodidaktische Sexualwissenschaftlerin, Forschungsschwerpunkte: Autogynophilie und Selfie Culture) und Venus (androgynes Model, Kulturwissenschaftlerin, Forschungsschwerpunkt:
die Kolonien deutscher Vormärz-Auswanderer in Texas, insbesondere die Geschichte der nach Bettina von Arnim benannten libertären Kommune am Llano River). Sie schießen Modestrecken auf der Baustelle der EZB, werden Zeuge der polizeilichen Erstürmung des Instituts für Vergleichende Irrelevanz, gehen tanzen im »Robert Johnson« und suchen nach Zärtlichkeit jenseits einer von Freud, Foucault oder Butler als Gefängnis geschilderten Sexualität. Sie sind die Hauptfiguren in einem mal platonischen, mal erotischen Postgender-Liebesreigen, inszeniert von Thomas Meinecke, feministischer Autor, Anhänger weiblichen Schreibens und Schriftsteller-Darsteller im eigenen Roman.
»Studieren wir also: die feinen Verästelungen, die sich zwischen Subkultur und Höhenkammartistik, kanonisierter Geschichte und historischer
Kolportage ergeben.« Daniel Haas, FAZ
Highlights
- »Jacques Lacan: ›Es gibt keinen Geschlechtsverkehr.‹
- Jean-Luc Nancy: ›Es gibt
- Geschlechtsverkehr‹.«
Rezensionen
- »
Selbst
ist ein Panoptikum. Die Mischung von Meineckes Sample ist dabei so elektrisch wie der Diskurs … Das ist eine große kompositorische Leistung.« Eva Bucher / DIE ZEIT - »Angesichts eines durchaus zunehmend reaktionären Klimas leistet Meinecke mit
Selbst
eine wichtige politische wie ästhetische Intervention: aufklärend, zum Nachdenken anregend und nicht zuletzt auch unterhaltend, kurzum: Literatur im besten aller Sinne.« Uwe Schütte / Wiener Zeitung - »
Selbst
ist eine literarische Ausnahmeerscheinung!« Jeremias Heppeler / Südkurier - »… eine gewitzte Auseinandersetzung mit komplizierten Diskursen.« radio q
- »Bekanntlich ist die Realität eben manchmal aberwitziger als jede Komödie. Und doch wohnt dieser Ironie ein revolutionärer Kern inne, der Meineckes Werk eine ungeheure Schlagkraft verleiht. Dieser Wucht sollte man nicht ausweichen. Sie gehört zum gewaltigsten, was die Gegenwartsliteratur zu bieten hat.« Björn Hayer / Berliner Zeitung
- »Meinecke wirbelt eben nicht Staub auf, sondern bläst sanft über ihn hinweg. Und selber kann man sich über neu eröffnete Wege und Abwege freuen.« Hans-Peter Kunisch / Süddeutsche Zeitung
- »Ein hochaktueller Text, der von einer Zeit berichtet, in der der Blick aufs Handy-Display zum Moment intimer Sembstvergewisserung werden kann.« ORF
- »Der Text weist eine Notwendigkeit auf, die dem auf jeder Seite mitschwingenden Hauptthema Geschuldet ist: Der Frage danach, was denn eigentlich Identität sei, woraus sie sich bildet oder gebildet wird und zu welchem Zweck und wie man, falls es sie gibt, mit ihr zurechtkommt.« Lars Reyer / Jungle World
Über den Autor
Thomas Meinecke wurde 1955 in Hamburg geboren, lebte ab 1977 in München und zog 1994 in ein oberbayrisches Dorf. Von 1978 bis 1986 war er Mitherausgeber und Redakteur der Avantgarde-Zeitschrift Mode & Verzweiflung, in den Achtzigerjahren schrieb er Kolumnen für die ZEIT, ab 1986 veröffentlichte er Erzählungen und zahlreiche Romane, zuletzt den Roman Odenwald (2024) im Suhrkamp Verlag. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst und dem Berliner Literaturpreis. Er hatte mehrere Gastdozenturen inne, darunter die Poetikdozentur an der Goethe-Universität Frankfurt 2012, aus der das Buch Ich als Text in der edition suhrkamp entstand, und zuletzt die Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität Berlin, wo er 2022 die Antrittsvorlesung „Für eine Poetik des Nicht-Binären“ hielt. Er war Writer in Residence an der Queen Mary University in London und der University of St. Andrews in Schottland. Thomas Meinecke ist außerdem Musiker und Texter in der 1980 von ihm mitgegründeten Band Freiwillige Selbstkontrolle (FSK), war Radio-DJ in seiner Sendung Zündfunk Nachtmix im Bayerischen Rundfunk und hat auch als Solokünstler Platten aufgenommen.
Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 0,58 kg |
|---|---|
| Maße | 21,4 × 13,6 × 3,3 cm |
| ISBN | 978-3-518-42548-0 |
| Verlag | Suhrkamp |
| Erscheinungsdatum | 12.10.2016 |
| Auflage | 1 |
| Anzahl Seiten | 472 Seiten |
| Autor | Thomas Meinecke |
| Sprache | Deutsch |
| Lieferbarkeit | lieferbar (Lagerbestand vorhanden) |
| Datenbasis | 20260507_Onix30_Upd_11 |
Produktsicherheit
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
E-Mail: info@suhrkamp.de
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