Das Adressbuch

von Sophie Calle

Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Band 1510

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Artikelnummer: 9783518225103 Kategorie: Verlag/Marke:
Beschreibung

Das Adressbuch

von Sophie Calle

Sophie Calle findet ein Adressbuch und kopiert die Seiten daraus, bevor sie es anonym an den Besitzer, einen gewissen Pierre D., zurückgibt. Dann beginnt sie, zu denen, die in dem Buch verzeichnet sind, Kontakt aufzunehmen, sie trifft sich mit D.s Familie, Freunden, Bekannten, Affären.
Mit jeder Begegnung wird Pierre D. plastischer und zugleich undurchdringlicher, Calles Recherche verkompliziert sich zusehends, während sie versucht, die schiere Vielzahl von Details – scheinbar Triviales wie potentiell Aufschlussreiches – zu dem bündigen Porträt eines Unbekannten zu fügen. Und im Lauf ihrer Nachforschungen hat Sophie Calle auch die eigenen Motive, Obsessionen und Ängste zu hinterfragen.
Sophie Calle hat diese Begegnungen mit den Menschen aus D.s Adressbuch in Text und Bild dokumentiert, 1983 erschienen diese Dokumentationen einen Monat lang als Serie in der französischen Tageszeitung Libération. Und lösten einen handfesten Skandal aus, der bis heute nachhallt.

Was interessiert uns an anderen? Und was verbirgt sich hinter unserem Interesse? Charakterstudie, Bekenntnis, Essay, Konzeptkunst – Sophie Calle unternimmt eine voyeuristische Abenteuerreise durch das Adressbuch eines Fremden und erfindet eine Form, in der Leben und Kunst, Rolle und Identität, Vertrautes und Unbekanntes ineinander zu oszillieren beginnen.

»Ein riskantes, unvorhersehbares Abenteuer.«

Highlights

  • Sophie Calle ist eine der markantesten Gegenwartskünstlerinnen
  • Das Adressbuch ist eines ihrer wichtigsten Werke, ihr Skandalerfolg von 1983
  • Erstmals vollständig und in deutscher Übersetzung

Rezensionen

  • »Das bemerkenswert eindringliche und zärtliche Porträt eines Mannes, den sie niemals treffen sollte.« The New York Times
  • »Akribische Detektivarbeit mit einem Hauch von Schauerromantik.« Gregor Dotzauer / Der Tagesspiegel
  • »In Calles Bildern und Texten öffnet der Blick sich auf Räume, die ins Hoheitsgebiet der Geheimnisse, Sehnsüchte und Verletzungen führen.« Andrea Köhler / Neue Zürcher Zeitung
  • »Für die Insassen der digitalen Welt, also alle, denn hier wird gezeigt, was die Transparenz des Privaten schon in der analogen bedeuten kann.« Jürgen Kaube / Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • »Raffiniert.« Arno Widmann / Frankfurter Rundschau
  • »Calles Kunstwerke sind Begegnungen, die das Publikum berühren und aufwühlen.« Nils Minkmar / DER SPIEGEL
  • »Ein Skandal aus den Jahren vor der digitalen Durchsichtigkeit. … Mittlerweile darf

    Das Adressbuch
    gezeigt werden und so hat Suhrkamp es nun in der eleganten Übersetzung von Sabine Erbrich veröffentlicht.« Alex Rühle / Süddeutsche Zeitung

  • »Sophie Calles

    Das Adressbuch
    ist eine Erkundung darüber, ob es überhaupt etwas bedeutet, jemanden zu kennen.« DIE WELT

  • »Was für eine Geschichte! Man verfolgt sie mit derselben atemlosen Spannung mit der man einen eleganten Noir-Roman liest.« Heike Karen Runge / Jungle World
  • »Der Suhrkamp Verlag hat das zwischen Realität und Fiktion mühelos balancierende Doppelporträt nun wiederentdeckt. Die Lektüre lohnt, denn die Motive der Akteure – Geltungsdrang, Selbstinszenierung, Beeinflussung der Fremdwahrnehmung – kennt man auch heute noch von Leuten, die mit Privatheit Aufmerksamkeit erzielen.« Alexandra Wach / Monopol

Über den Autor

Sophie Calle, geboren 1953, ist eine international renommierte Künstlerin mit einem methodischen Interesse an Überschreitung und Tabubruch, in ihren häufig autobiographischen, häufig kontroversen Arbeiten verschränkt sie Konzeptkunst mit oulipotischen Formenzwängen. Sie ist, in Paul Austers Worten, »eine unorthodoxe Frau, die ihr Leben einer Reihe ebenso ausgeklügelter wie bizarrer Privatrituale unterwirft. Manche nennen sie eine Fotografin, andere sehen in ihr eine Vertreterin der Konzeptkunst, wieder andere halten sie für eine Schriftstellerin, aber keine dieser Bezeichnungen erfasst sie auch nur annähernd.« Calle lebt in Malakoff bei Paris.

Sabine Erbrich arbeitet als Lektorin und lebt in Berlin. Sie übersetzt aus dem Spanischen, Französischen, Portugiesischen und Englischen.

Zusätzliche Informationen
Gewicht0,29 kg
Maße22,2 × 14 × 1,8 cm
ISBN978-3-518-22510-3
Verlag
Reihe
Band1510
Erscheinungsdatum13.11.2019
Auflage2
Anzahl Seiten105 Seiten
Autor
Übersetzt von
SpracheDeutsch
OriginalspracheFranzösisch
OriginaltitelLe carnet d’adresses
Lieferbarkeitlieferbar (Lagerbestand vorhanden)
Datenbasis20260726_Onix30_Upd_01
Produktsicherheit

Produktsicherheit

Herstellerinformationen

Suhrkamp Verlag AG
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
E-Mail: info@suhrkamp.de

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Über Suhrkamp
Suhrkamp | Insel Verlag Der Suhrkamp Verlag zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Verlagen und steht seit Jahrzehnten für anspruchsvolle Literatur, zeitgenössische Belletristik und bedeutende Sachbücher. Zahlreiche preisgekrönte Autorinnen und Autoren sowie internationale Bestseller prägen das vielseitige Programm und machen Suhrkamp zu einer festen Größe in der Literaturwelt. Das Sortiment reicht von Romanen und Erzählungen über Essays und Philosophie bis hin zu politischen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Themen. Wer hochwertige Literatur mit Tiefgang und inspirierenden Perspektiven schätzt, findet bei Suhrkamp eine große Auswahl an Büchern für anspruchsvolle Leserinnen und Leser.