»Und nun zu unseren Fragen!«

Der Briefwechsel | Ein Autor und sein Verleger schreiben Literaturgeschichte. 444 Briefe aus den Jahren 1948 bis 1959 erstmals publiziert

von Max Frisch, Peter Suhrkamp | herausgegeben von Barbara Wiedemann, Tobias Amslinger

Gebundenes Buch

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Erscheint am 13.10.2026

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Artikelnummer: 9783518475751 Kategorie: Verlag/Marke:
Beschreibung

»Und nun zu unseren Fragen!«

Der Briefwechsel | Ein Autor und sein Verleger schreiben Literaturgeschichte. 444 Briefe aus den Jahren 1948 bis 1959 erstmals publiziert

von Max Frisch

Neben der Korrespondenz von Max Frisch und Peter Suhrkamp umfasst der Band auch Briefe von Suhrkamps Frau Annemarie Suhrkamp-Seidel sowie von weiteren Verlagsangehörigen. Sie geben Einblick in die kollaborative Arbeitsweise, die für die verlegerische Praxis kennzeichnend ist. Kommentar und Nachwort ordnen die Briefe in ihre biographischen und historischen Zusammenhänge ein.

In Peter Suhrkamp, dem zwanzig Jahre älteren Verleger aus Deutschland, fand der aufstrebende Schweizer Autor Max Frisch einen Mentor und Freund. Sein Tagebuch 1946-1949 erschien gleich im ersten Programm des 1950 neugegründeten Suhrkamp Verlags. Bis ins Jahr 1959, als der durch die Haft im Konzentrationslager schwer gezeichnete Suhrkamp starb, reicht der umfangreiche Briefwechsel. Der Verleger begleitete die Entstehung von Romanen wie Stiller und Homo faber, hielt mit Kritik nicht zurück und setzte sich für die Verbreitung von Stücken wie Biedermann und die Brandstifter ein. Unter seinen »freundschaftlichen Fittichen« gelang Frisch der Durchbruch zum Weltautor.

Highlights

  • Erstmalige Publikation des gesamten Briefwechsels
  • 444 Briefe aus den Jahren 1948 bis 1959
  • Zentrale Dokumente zur Entstehung von Frischs Werk
  • Profunde Einblicke in die Literatur- und Theatergeschichte der Nachkriegszeit

Über den Autor

Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.

Peter Suhrkamp, geboren am 28. März 1891 in Kirchhatten (Oldenburg), war nach dem Besuch des Volksschullehrerseminars (1905–1911) von 1911 bis 1914 Volksschullehrer (1914 holte er als Externer das Abitur am Realgymnasium nach), zuletzt in Bremerhaven. Er nahm als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil (ab 1917 Kompanieführer einer Sturmkompagnie). Nach dem Aufenthalt in einem Sanatorium 1918 studierte er Germanistik. Im folgenden Jahrzehnt wirkte er nacheinander als Lehrer (Odenwaldschule und Freie Schulgemeinde Wickersdorf), zwischen 1921 und 1925 als Dramaturg und Regisseur (Darmstadt) sowie (1925-1929) als Pädagogischer Leiter (Wickersdorf), danach als freier Journalist ( Berliner Tagblatt ) in Berlin und als Zeitschriftenredakteur im Haus Ullstein ( Uhu ). 1932 Herausgeber der Hauszeitschrift des S. Fischer Verlags, Die neue Rundschau, wurde er im Herbst 1933 Vorstandsmitglied im Verlag. Nach dessen Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft 1936 leitete er ihn allein. Ab 1942 musste er den Verlag umbenennen in Suhrkamp Verlag. Am 13. April 1944 wurde er verhaftet und wegen »Hochverrat u. Landesverrat« unter Anklage gestellt, am 8. Februar 1945 aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen entlassen. Am 4. Oktober 1945 erhielt er als erster Verleger eine Lizenz von der Britischen Militärregierung für den Suhrkamp Verlag Berlin, kurz danach die einer Amerikanischen Militärregierung. 1950 erfolgte die Trennung von Gottfried Bermann Fischer, als dessen Treuhänder sich Suhrkamp verstanden hatte, und der Eintrag einer Einzelhandelsfirma Suhrkamp Verlag mit Sitz in Frankfurt am Main. 1951 gründete er die Bibliothek Suhrkamp; im selben Jahr erhielt er die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Peter Suhrkamp starb am 31. März 1959.

Tobias Amslinger, geboren 1985 in Stuttgart, studierte in Leipzig und Berlin. Er wurde mit einer Arbeit über Hans Magnus Enzensbergers Verlagsautorschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Heute leitet er die Literaturarchive der ETH-Bibliothek in Zürich (Max Frisch-Archiv und Thomas-Mann-Archiv).
Barbara Wiedemann, geboren 1953, Literaturwissenschaftlerin mit editionsphilologischem Schwerpunkt, ist Lehrbeauftragte an der Universität Tübingen, Herausgeberin von Werken und Briefen Paul Celans, Verfasserin quellenkritischer Studien zu Paul Celan im Kontext der zeitgenössischen Literatur (u. a. von Ingeborg Bachmann und Nelly Sachs).

Zusätzliche Informationen
Maße21,5 × 13,5 cm
ISBN978-3-518-47575-1
Verlag
Erscheinungsdatum13.10.2026
AuflageOriginalausgabe
Anzahl Seiten880 Seiten
Autor
Herausgegeben von
SpracheDeutsch
LieferbarkeitNoch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag/Lieferant
Datenbasis20260528_Onix30_Upd_01
Produktsicherheit

Produktsicherheit

Herstellerinformationen

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
E-Mail: info@suhrkamp.de

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