Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Gesamtausgabe – 3 Bände in Kassette
von Marcel Proust
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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Gesamtausgabe – 3 Bände in Kassette
von Marcel Proust
Viele Jahrzehnte wurde die »Suche« nur als ein Sittengemälde der Belle Époque gelesen, als ein Schlüsselroman der frivolen Pariser Oberschicht um 1900. Dabei geht es jedoch um Tieferliegendes: um die unaufhebbare Einbindung des Individuums in die Gesellschaft und seine Abhängigkeit von deren Entwicklung. Proust fängt sie ein, die leisen Erschütterungen und Einflüsse auf der Ebene des Unter- oder Unbewussten – und die Übersetzung von Bernd-Jürgen Fischer macht das im Deutschen auf besondere Weise erfahrbar. Seine zeitgemäße Übersetzung berücksichtigt, dass Proust auch über das Wirken der Zeit auf die Sprache nachdenkt.
Über den Autor
Marcel Proust (10.7.1871 Paris – 8.11.1922) kommt als ältester Sohn eines wohlhabenden Arzt-Ehepaares zur Welt, was ihm zeitlebens eine von ökonomischen Sorgen unbeschwerte Existenz ermöglichen wird. Bis er Mitte dreißig ist, führt er das mondäne Leben eines Dandys, danach widmet er sich ausschließlich seinem Romanwerk, an dem er bei Nacht in seinem korkgetäfelten, vom Rauch des Asthmapulvers durchzogenen Schlafzimmer am Boulevard Haussmann arbeitet. Die sieben Bände »À la recherche du temps perdu« kreisen um die Reflexionen eines Erzähler-Ichs über Erinnerung, Wahrheit und Bedeutung, die nur im Mittelteil des ersten Bandes »Un amour de Swann« (dt. »Eine Liebe von Swann«) durch die auktoriale Erzählung um Charles Swann unterbrochen wird. Im Frühjahr 1922 setzt Proust das Wort FIN – ENDE – unter das Manuskript des letzten Bandes »Le temps retrouvé« (dt. »Die wiedergefundene Zeit«), ein halbes Jahr später stirbt er, nur 51 Jahre alt.
Proust verkehrte im literarischen Salon Madeleine Lemaires in Paris, ein kultureller Hotspot, in dem namhafte Politiker wie Raymond Poincaré, Paul Deschanel oder Léon Bourgeois, Adelige wie Prinzessin Mathilde Bonaparte oder die Comtesse Greffulhe sowie Schriftsteller wie Jacques Bizet, Guy de Maupassant, Paul Bourget und Robert de Montesquiou zusammenkamen. In diesem Milieu lernte er auch seinen späteren Geliebten und Lebensmenschen Reynaldo Hahn kennen, mit dem ihn ein lebenslanger Briefwechsel von rund 220 Schriftstücken verbindet.
Der Übersetzer:
Bernd-Jürgen Fischer, geb. 1943, übersetzte und kommentierte in mehrjähriger Arbeit »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit« sowie Briefe und Gedichte Prousts.
| Maße | 19 × 12 cm |
|---|---|
| ISBN | 978-3-150-30070-1 |
| Verlag | Reclam, Philipp |
| Erscheinungsdatum | 13.11.2020 |
| Anzahl Seiten | 4325 Seiten |
| Autor | Marcel Proust |
| Übersetzt von | Bernd-Jürgen Fischer |
| Sprache | Deutsch |
| Lieferbarkeit | Erscheint in neuer Auflage/als Nachfolgeprodukt |
| Datenbasis | 20261006_Onix30_Upd_03 |
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Philipp Reclam jun. Verlag GmbH
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
Deutschland
E-Mail: info@reclam.de
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