Die gläsernen Gene

Die Erfindung des Individuums im molekularen Zeitalter

von Giuseppe Testa, Helga Nowotny

Reihe: edition unseld, Band 16

Taschenbuch

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Artikelnummer: 9783518260166 Kategorie: Verlag/Marke:
Beschreibung

Die gläsernen Gene

Die Erfindung des Individuums im molekularen Zeitalter

von Helga Nowotny

In den Lebenswissenschaften hat sich die Molekularbiologie als Leitwissenschaft etabliert, die genzentrierte Sichtweise ist zum dominanten Paradigma, das Genom zum säkularisierten Äquivalent der Seele geworden. Parallel dazu ist in liberalen Demokratien ein Individualisierungsprozeß zu beobachten: Dem einzelnen stehen alle Optionen offen. Die Kategorien, auf denen das gesellschaftliche Leben beruht – Verwandtschaftsbeziehungen, Eigentumsrechte an natürlichen und artifiziellen Organismen, die Verschiebung der Grenzen zwischen privat und öffentlich, die Rechte des Individuums gegenüber der Gemeinschaft und den nachfolgenden Generationen – werden durch die Vorstöße der Lebenswissenschaften tagtäglich aufs neue in Frage gestellt. Auf der einen Seite ist beispielsweise der Kampf gegen das Doping im Sport Ausdruck der Illusion eines natürlichen Lebens, auf der anderen Seite sind wir gezwungen, die Fiktion der Natürlichkeit aufzugeben und eine Koexistenz von Menschen und Artefakten zuzulassen. Das Individuum von morgen wird heute erfunden; seine Rechte und seine Stellung in der Gesellschaft müssen neu definiert werden.

»Die Entwicklungen im Sport sind deshalb so interessant, weil sie in paradigmatischer Weise aufdecken, daß sich eine rigide Grenzziehung zwischen künstlich/technisch und natürlich nicht aufrechterhalten läßt.«

Der Mensch lebt heute im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, und die rasante Entwicklung der Gentechnologie weckt entsprechend tiefliegende Ängste: Gehen wir unserer Individualität verlustig? Ist das alles noch natürlich? Und wer soll am Schluß nach welchen Kriterien bestimmen, was getan werden darf und soll?
Um diesen Fragen nachzugehen, wählen die Autoren dieses Buchs einen erfrischend innovativen und provokativen Ansatz, bei dem liebgewordene Prinzipien aufgrund aktueller Beispiele aus Forschung, Gesellschaft und Politik hinterfragt und entstaubt werden. Viele der von ihnen gewonnenen Erkenntnisse werden zur Entkrampfung manche

Rezensionen

  • »Ein ideales Einführungswerk für all jene, die Debatten an der Schnittstelle von Lebenswissenschaft und Gesellschaft bisher nicht systematisch verfolgt haben.« Barbara Prainsack / DIE ZEIT
  • »Ein kluges Bändchen, interdisziplinär im besten Sinn. Nowotny und Testa diskutieren Fragen der Wissenschaftsethik, des Rechts am Genom, aber ebenso die Indizien, die dafür sprechen, dass der Fortschritt der Biomedizin den Blick auf uns selbst verändert. Das Buch taugt nicht als Stichwortverzeichnis für Alarmismus, eher zu Entspannung hypermoralischer Diskurse.« Robert Misik / taz. die tageszeitung

Über den Autor

Helga Nowotny ist Vize-Präsidentin des Europäischen Forschungsrates und Professor emeritus der ETH Zürich. Sie gilt als die ›grande dame‹ der Wissenschaftsforschung in Europa.

Giuseppe Testa leitet das Labor für Stammzellepigenetik am Europäischen Institut für Onkologie (IEO) in Mailand. Er ist Mitglied des Ethikrates der Internationalen Gesellschaft für Stammzellforschung.

Zusätzliche Informationen
Gewicht 0,11 kg
Größe 17,7 × 10,8 × 1 cm
ISBN

978-3-518-26016-6

Verlag

Reihe

Band

16

Erscheinungsdatum

25.02.2009

Auflage

Originalausgabe

Anzahl Seiten

159 Seiten

Autor

,

Sprache

Deutsch

Lieferbarkeit

lieferbar (Lagerbestand vorhanden)

Datenbasis

20251207_Onix30_Upd_04

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