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Pathos und Schwalbe
Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Band 1504
Gebundenes Buch
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Beschreibung
Pathos und Schwalbe
von Friederike Mayröcker
Die Sommermonate des Jahres 2015 muss Friederike Mayröcker im Krankenhaus verbringen. Wochenlang ist sie abgeschnitten von ihrer papierenen Schreibhöhle, dem legendär gewordenen Gehäuse ihres Poesiewerks. Das Schreiben in der fremden, ungewohnten Umgebung ist unmöglich, nicht weil die lästigen körperlichen Gebrechen die Dichterin daran hindern, sondern weil das beständige Flüstern und Wispern der sich aneinanderschmiegenden Zettel und Blätter nicht hörbar ist, dem jene Wort- und Satzkonzentrate abgelauscht werden, die den einzigartigen Mayröcker-Sound erzeugen. Die Dichterin behilft sich auf ihre Art, mit einem beständigen »Kritzeln«, einem Protokoll der einförmigen Tage: »verbringe die Tage mit Lesen Schlafen Essen«. Kaum zurück in ihrer Klause, verspinnt und verwebt sie die Notate zu jener unvergleichlichen Poesie, die »dicht wie ein Felsen und zart wie die allerzarteste Membran« (Klaus Kastberger, Die Presse ) ist.
Pathos und Schwalbe, das neue Buch von Friederike Mayröcker, ist Radikalität und Unbeugsamkeit, ist Überfluss und Präzision. Und es ist das bewegende Zeugnis eines Lebens, das nur ein Ziel kennt: »ich müszte den ganzen Tag für mich haben um unbändig, ich meine schreiend, schreiben zu können.«
Highlights
- »wie sie schaufeln, wie sie, die schwarzen Vögel, die Lüfte schaufeln, schaufeln sie nicht Erde : schaufeln sie Luft, möchte auch ein Vogel sein«
Rezensionen
- »Indem sie zeigt, wie sie sich mit Hilfe und wider die unbeherrschbaren Kräfte der Sprache immer wieder neu ausbalanciert, hat sie mit ihrer Trilogie im hohen Alter noch einmal eine Schreibweise von atemberaubender Schönheit geschaffen, die sie mit
Pathos und Schwalbe …
konsequent weiterführt, um sie mit jeder ästhetischen Messung ihrer Umgebung zugleich neu zu erfinden.« Christian Metz / Frankfurter Allgemeine Zeitung - »… Das ist Free Jazz mit Sprache. Ein kreativer Prozess, dessen Exzentrik und Spleen den Leser anfixt und mitreißt.« Nordkurier.de
- »Friederike Mayröcker setzt mit
Pathos und Schwalbe
ihr solitäres, mit allen möglichen Konventionen brechendes poetisches Existenzprotokoll fort.« Kurt Neumann / Die Presse, Wien - »Diese Texte mit ihren Synkopen klingen wie Jazz. Sie bezeugen den historischen Augenblick, der für ihre Ideen und Strukturen von maßgeblichem Einfluss war … Friederike Mayröcker weiß in der eilenden Zeit noch immer, ihre Leser aufzurütteln und an die Möglichkeit großer Poesie zu gemahnen.« Eberhard Geisler / taz. die tageszeitung
- »Mayröcker beweist mit diesem Buch erneut, dass sie eine der größten Avantgardistinnen der Gegenwart ist.« ORF
- »Nicht was in der Sprache mitgeteilt wird, ist in
Pathos und Schwalbe
von zentraler Bedeutung, sondern zu einem außergewöhnlichen Leseereignis wird dieser Text durch die Sprache selbst.« Michael Opitz / Deutschlandfunk Kultur - »Mayröcker rettet wie so manch anderer Schriftsteller dieser Tage … nicht nur das Alter vor dessen zunehmender politischer Problematisierung, sondern zelebriert es souverän als Phase einer unterschätzten Kreativität.« Björn Hayer / Landshuter Zeitung
- »Sie schreibt zu gut. Sprache ist ihr kein Mittel identitärer Selbstdarstellung, Literatur keine Vehikel zum Transport engagierter Postwurfsendungen. Ihre Texte, auch wenn sie böse sind, schreien den Leser nie an, ihr Witz ist von einer staubgewebhaften Feinheit.« Magnus Klaue / Jungle World
- »Funkeld und schmerzhaft erzählt
Pathos und Schwalbe
von den scharfen Klippen des hohen Alters, ein großer Freuden- und Klagegesang, bei dem sich die Schönheit des Daseins und die Angst vor dem Abschied vermählen … « Meike Fessmann / Süddeutsche Zeitung - »So wie Friederike Mayröcker die Welt liebt, voller Sprachlust und Hingabe, möchte man geliebt werden.« Jörg Magenau / Süddeutsche Zeitung
- »Die Texte von Friederike Mayröcker enthalten alles, es hat in ihnen alles Platz: Landschaften, Lebensereignisse und Begegnungen mit nahen Menschen, Verweise auf von ihr geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Zitate, Dekonstruktion und Musik — doch vor allem sind es Fragen, die an die eigene Existenz gerichtet sind.« Tom Schulz / Tageblatt Luxemburg – Beilage Livres – Bücher
- »Friederike Mayröckers Buch
Pathos und Schwalbe
ist ein hingebungsvolles, schonungsloses Protokoll. Schonungslos in der Sprache wie gleichermaßen in Mayröckers an die Sprache gebundene Existenz.« Cornelia Jentzsch / Deutschlandfunk
Über den Autor
Friederike Mayröcker wurde am 20. Dezember 1924 in Wien geboren und starb am 4. Juni 2021 ebendort. Sie besuchte zunächst die Private Volksschule, ging dann auf die Hauptschule und besuchte schließlich die kaufmännische Wirtschaftsschule. Die Sommermonate verbrachte sie bis zu ihrem 11. Lebensjahr stets in Deinzendorf, welche einen nachhaltigen Eindruck bei ihr hinterließen. Nach der Matura legte sie die Staatsprüfung auf Englisch ab und arbeitete zwischen 1946 bis 1969 als Englischlehrerin an verschiedenen Wiener Hauptschulen. Bereits 1939 begann sie mit ersten literarischen Arbeiten, sieben Jahre später folgten kleinere Veröffentlichungen von Gedichten.
Im Jahre 1954 lernte sie Ernst Jandl kennen, mit dem sie zunächst eine enge Freundschaft verbindet, später wird sie zu seiner Lebensgefährtin. Nach ersten Gedichtveröffentlichungen in der Wiener Avantgarde-Zeitschrift „Plan“ erfolgte 1956 ihre erste Buchveröffentlichung. Seitdem folgten Lyrik und Prosa, Erzählungen und Hörspiele, Kinderbücher und Bühnentexte.
Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 0,44 kg |
|---|---|
| Maße | 22 × 14,5 × 2 cm |
| ISBN | 978-3-518-22504-2 |
| Verlag | Suhrkamp |
| Reihe | Bibliothek Suhrkamp |
| Band | 1504 |
| Erscheinungsdatum | 13.03.2018 |
| Auflage | 2 |
| Anzahl Seiten | 266 Seiten |
| Abbildungen | Mit schwarz-weißen Abbildungen |
| Autor | Friederike Mayröcker |
| Sprache | Deutsch |
| Lieferbarkeit | lieferbar (Lagerbestand vorhanden) |
| Datenbasis | 20260410_Onix30_Upd_14 |
Produktsicherheit
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
E-Mail: info@suhrkamp.de
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