Die dunkle Seite der Christdemokratie

Geschichte einer autoritären Versuchung

von Fabio Wolkenstein

Reihe: Beck Paperback, Band 6466

Taschenbuch

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Artikelnummer: 9783406782381 Kategorie: Verlag/Marke:
Beschreibung

Die dunkle Seite der Christdemokratie

Geschichte einer autoritären Versuchung

von Fabio Wolkenstein

SÖDER, KURZ ODER ORBÁN – WOHIN STEUERT DIE EUROPÄISCHE CHRISTDEMOKRATIE?

In Ungarn wickelt Viktor Orbáns Fidesz-Partei gerade die Demokratie ab und beruft sich dabei besonders emphatisch auf die christdemokratische Tradition. Ein ungehöriger Affront, könnte man meinen. Aber wie ernst war es christdemokratischen Parteien in der Vergangenheit eigentlich mit der liberalen Demokratie?
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs feierte die Christdemokratie in Europa ihren Siegeszug. Dabei setzten sich besonnene Staatsmänner wie Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi oder Robert Schuman auf einem vormals von Krieg und Gewalt geprägten Kontinent nachdrücklich für Frieden, Wiederaufbau und Stabilität ein. Dennoch hatte die Christdemokratie im Nachkriegseuropa auch eine dunkle Seite: Der autoritäre Geist des reaktionären politischen Katholizismus wirkte in ihr weiter, was sich etwa an der unverhohlenen Bewunderung vieler Christdemokraten für Diktatoren wie Franco und Salazar oder einem angespannten Verhältnis zur freien Presse und den Institutionen der liberalen Demokratie offenbarte. Durch die schrittweise Abkehr von konservativen Positionen in Deutschland vor allem in der Ära Kohl vollzogen erfuhr die Christdemokratie schließlich einen nachhaltigen Demokratisierungsschub. Allerdings war der Preis dafür eine ideologische Entkernung. Fabio Wolkenstein blickt in seinem Buch auf die lange und wechselvolle Geschichte der Christdemokratie in Europa zurück und fragt, welchen autoritären Versuchungen sie widerstanden, aber auch welchen sie nachgegeben hat. Dabei spannt er einen weiten Bogen bis zur Gegenwart: Welche Strategien des Machterhalts wählen christdemokratische Parteien heute?

  • Lupenreine Demokraten? Das ambivalente Verhältnis der europäischen Christdemokratie zum rechten Rand
  • Welche Strategie wird sich in den kommenden Jahren in der Union durchsetzen?

Rezensionen

  • In seinem ausgezeichneten neuen Buch zeigt Fabio Wolkenstein, was die europäische Geschichte der Christdemokratie ausmacht.“

    Dagbladet Information, Nicolai von Eggers
    Wolkensteins Buch erscheint zu einem äußerst wichtigen Zeitpunkt, da im deutschsprachigen Raum eine intensive Debatte über die künftige Ausrichtung der (christdemokratischen) Bewegung geführt wird.“

    Dagbladet Information
    Lektüre, die uns genau lehrt, worauf es zu achten gilt, wenn die autoritären Tendenzen im vermeintlichen demokratischen Zentrum offenbar werden.

    thelittlequeerreview, Hans M. Siglbauer
    Was den Zustand und die Zukunft der europäischen Christdemokratie betrifft, so ist Wolkensteins Diagnose vorsichtig-pessimistisch.

    Süddeutsche Zeitung, Rudolf Walther
    Wer sich darauf einlässt, lernt Spannendes über den politisch reaktionären Katholizismus als Geburtshelfer der Christdemokratie.

    Frankfurter Neue Presse
    Nach der Ära Merkel versucht die deutsche Christdemokratie, sich neu aufzustellen Welche Gefahren und Möglichkeiten auf diesem Weg warten, hat der Wiener Politikwissenschaftler Fabio Wolkenstein nun in einem Buch näher ausgeführt

    Deutschlandfunk, Catrin Stövesand
    Eloquent geschrieben, beleuchtet es die Spannungslinien zwischen Demokratieentwicklung und Demokratiegefährdung

    Falter, Sieglinde Rosenberger
    Geht mit den Christlich-Sozialen hart ins Gericht.

    Der Standard, Walter Müller
    Fundierte Aufarbeitung einer Parteiengeschichte, die sich besonders innerhalb der EU immer wieder neu und nicht immer zum Besten definiert

    Kleine Zeitung, Andreas Lieb
    Fabio Wolkenstein (macht sich) verdient um die Aufhellung einer nicht nur von ihm so bezeichneten ‚dunklen Seite der Christdemokratie‘.

    Südwestpresse, Gunther Hartwig
    Diese Neuerscheinung über Geschichte und Selbstverständnis der Christdemokratie setzt historische Kenntnisse und politisches Interesse voraus. Wer sich darauf einlässt, lernt Spannendes über den politisch reaktionären Katholizismus als Geburtshelfer der Christdemokratie.

    Hessische Allgemeine
    reflects on how Christian Democracy may have changed over the past half a century

    Podcast Review of Democracy, Ferenc Laczó
    Was Fabio Wolkenstein hier vorgelegt hat, ist eine reflektierte, differenzierte Gesamtschau dessen, was allenthalben das Hohe C in der Politik genannt wurde.

    EU-Parlamentarier, Lukas Mandl
    Eine interessant zu lesende Abhandlung über die Christdemokratie und ihr Verhältnis zu den konservativen und rechten Rändern der Gesellschaft

    Portal für Politikwissenschaft, Rainer Lisokowski
    anschaulichen Beschreibung [] Der Autor dramatisiert in seiner Darstellung nicht und liefert eine differenzierte Sicht.

    Humanistischer Pressedienst, Armin Pfahl-Traughber
    Ein informativer historischer Streifzug

    Herder Korrespondenz, Dana Kim Hansen-Strosche

Über den Autor

Fabio Wolkenstein ist TT-Professor für Transformationen der Demokratie der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Parteien und Ideologien in Europa.

Zusätzliche Informationen
Gewicht0,28 kg
Maße20,5 × 12,4 cm
ISBN978-3-406-78238-1
Verlag
Reihe
Band6466
Erscheinungsdatum12.05.2022
Auflage1
Anzahl Seiten222 Seiten
Autor
SpracheDeutsch
LieferbarkeitFühren wir nicht bzw. nicht mehr
Datenbasis20260402_Onix30_Upd_21
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